www.immunologie.hexal.deTransplantation
Nierentransplantation

Am häufigsten - und in den meisten Fällen sehr erfolgreich - werden heute Nieren transplantiert.
Wer braucht eine Spenderniere?
Patienten, deren Nieren aufgrund einer Erkrankung, einer Vergiftung oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten, sind auf eine künstliche Reinigung ihres Blutes von Schadstoffen und Stoffwechselprodukten angewiesen. Diese künstliche Blutwäsche nennt man Dialyse.
Die Dialyse ist anstrengend und zeitraubend für die Patienten. Sie müssen sich dazu im Allgemeinen dreimal wöchentlich für mehrere Stunden in ein Dialysezentrum begeben. Darunter leidet die Lebensqualität. Häufig ist die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, und die beruflichen Möglichkeiten sind eingeschränkt. Die Nierentransplantation ist für diese Patienten eine notwendige und sinnvolle Therapie.
Obwohl die Nierentransplantation mittlerweile fast ein alltäglicher Eingriff ist, gibt es leider nach wie vor zu wenig Spender. Deshalb müssen viele Patienten mehrere Jahre auf eine Spenderniere warten.
Einige Zahlen dazu: In Deutschland haben bisher rund 51.000 Patienten eine Spenderniere erhalten. Im Jahr 2004 haben in Deutschland etwa 2.500 Patienten eine Spenderniere erhalten. Derzeit warten in Deutschland über 9.000 Patienten dringend auf eine Spenderniere. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt in Deutschland momentan etwa 5 Jahre.
Wer kommt als Nierenspender in Frage?
Patienten bis zu 75 Jahren und sogar Neugeborene können Nieren spenden. Es gibt sogenannte Lebendspenden und Spenden von Verstorbenen.
Eine Lebendspende kann vorgenommen werden, wenn ein enger Angehöriger des Patienten sich dazu bereit erklärt, eine seiner beiden Nieren abzugeben. Für den Spender ist das in der Regel nicht gefährlich, da der Körper auch mit einer funktionsfähigen Niere gut auskommt. Eine Nierentransplantation von einem verwandten Lebendspender wird meist besser vertragen als eine Spende von einem verstorbenen Spender.
Häufiger sind allerdings Spenden von Verstorbenen. Die Entnahme von Organen von Verstorbenen ist zum Beispiel dann möglich, wenn die Betroffenen bereits zu Lebzeiten einen Organspendeausweis getragen haben und/oder die Angehörigen einverstanden sind.
Falls diese Menschen an einer Erkrankung oder durch einen Unfall sterben und von den behandelnden Ärzten für hirntot erklärt werden, können ihnen zum Beispiel die Nieren entnommen werden. In diesem Fall wird schnellstmöglich der für diese Nieren geeignete Empfängerpatient ermittelt.
Damit der Patient, der das Organ am dringendsten benötigt, ermittelt werden kann, werden die Daten vieler europäischer Dialysepatienten von Organisationen wie zum Beispiel "Eurotransplant" in Leiden, Niederlande, gespeichert und in jedem Einzelfall ausgewertet.
- Grunderkrankung
- Übereinstimmungsgrad von Spender- und Empfänger-Gewebe
- Anzahl, Art und Schweregrad etwaiger Abstoßungsreaktionen
- Zustand des Spenderorgans
- Sorgfalt bei der Einnahme der notwendigen Arzneimittel





